
Delivery Hero setzt 2026 auf Wachstum: bereinigtes EBITDA 910–960 Mio. Euro und FCF über 200 Mio.
Kurzüberblick
Delivery Hero hat am 26. März 2026 in Berlin seinen Ausblick für 2026 konkretisiert und dabei ein weiteres Wachstum bei Umsatz, Bruttowarenwert (GMV) und Profitabilität in den Vordergrund gestellt. Das Management peilt ein bereinigtes EBITDA von 910 bis 960 Mio. Euro an – ein Niveau oberhalb der Größenordnung des Vorjahres.
Im Fokus stehen zugleich mehr Cash-Generierung und eine fortgesetzte Verbesserung der operativen Effizienz: Für 2025 meldete der Essenslieferdienst bereits ein bereinigtes EBITDA von 903 Mio. Euro sowie einen freien Barmittelfluss (FCF) von 250 Mio. Euro. Für Anleger bedeutet das vor allem: Der Wachstumskurs soll sich mit einer nachhaltigeren Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung verzahnen.
Marktanalyse & Details
2025: Operative Stärke mit sichtbarer Margenverbesserung
- GMV 2025: rund 49,2 Mrd. Euro
- Segmenteumsatz 2025: 14,8 Mrd. Euro
- Bereinigtes EBITDA 2025: 903 Mio. Euro
- FCF 2025: 250 Mio. Euro
- EBITDA-GMV-Marge: 1,8% (Vorjahr: 1,4%)
Die Kennzahlen zeigen, dass Delivery Hero nicht nur Wachstum ausweist, sondern die Gewinnqualität messbar verbessert: Der Sprung der EBITDA-GMV-Marge deutet auf bessere Kostenrelationen und/oder eine vorteilhaftere Leistungsstruktur hin.
Ausblick 2026: GMV und Umsatz wachsen – allerdings mit kontrollierter Erwartungshaltung
Für 2026 erwartet das Unternehmen bei konstanten Wechselkursen einen GMV-Zuwachs von 8 bis 10% sowie ein Wachstum des Gesamtumsatzes der Segmente um 14 bis 16% (ohne Währungseffekte). Beim bereinigten EBITDA soll das Ergebnis auf 910 bis 960 Mio. Euro zulegen.
Zusätzlich hebt Delivery Hero hervor, dass das Thema Skalierung weiterhin Priorität hat: In einem reiferen Marktumfeld ist diese Kombination aus Umsatzdynamik und Profitabilitätsziel besonders relevant, weil sie die oft beobachtete Falle „Wachsen ohne zu verdienen“ vermeiden soll.
Cashflow-Profil: 2026 soll FCF über 200 Mio. Euro liegen
Ein zentrales Signal für Anleger ist die Erwartung, dass der freie Barmittelfluss 2026 mehr als 200 Mio. Euro erreichen soll. Nach einem FCF von 250 Mio. Euro im Vorjahr setzt das Unternehmen damit auf Kontinuität in der Kapitalgenerierung.
Analysten-Einordnung
Die Spanne beim bereinigten EBITDA (910–960 Mio. Euro) und das FCF-Ziel (über 200 Mio. Euro) deuten darauf hin, dass Delivery Hero den Fokus auf ein balanciertes Wachstum legt: GMV soll zwar weiter zulegen, die operative Marge wird jedoch nicht „um jeden Preis“ ausgebaut. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass das Management zwar weiterhin Wachstumsoptionen verfolgt, gleichzeitig aber die Ergebnis- und Liquiditätsdisziplin in den Mittelpunkt stellt. Gerade in Branchen mit hoher Wettbewerbsintensität kann dieses Vorgehen die Planbarkeit für das nächste Jahr erhöhen – allerdings bleibt die entscheidende Frage, ob sich der Margenvorteil aus 2025 im laufenden Jahr stabil fortsetzen lässt.
Fazit & Ausblick
Delivery Hero liefert mit dem Ausblick 2026 klare Zielmarken: mehr GMV, steigender Segmenteumsatz, ein bereinigtes EBITDA von 910–960 Mio. Euro sowie ein FCF > 200 Mio. Euro. Entscheidend wird nun sein, ob die im Vorjahr verbesserte EBITDA-GMV-Marge von 1,8% im Jahresverlauf verteidigt oder weiter ausgebaut wird.
Für die nächsten Impulse werden vor allem die nächsten Quartalsberichte relevant sein – insbesondere hinsichtlich Margentrends, Cashflow-Entwicklung und der Frage, wie stark sich der Wettbewerb im Marktumfeld auf die operativen Ergebnisse auswirkt.
