Datadog erhält Buy-Upgrade: Guggenheim nennt 2026-KI-Wachstum und Kursziel 175 US-Dollar

Kurzüberblick
Datadog erhält am 09.04.2026 ein positives Analystensignal: Guggenheim hat die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und ein Kursziel von 175 US-Dollar festgelegt. Auslöser ist die Erwartung, dass Datadog als Infrastruktur- und Observability-Plattform über AI-getriebene Datenvolumina sowie wachsende IT-Komplexität weiterhin überdurchschnittlich profitieren kann.
Im Hintergrund steht zudem die Branchenstimmung: BofA sieht bei Datadog und Snowflake eine „beschleunigende“ Wachstumsdynamik, solange die Investitionen in KI weiter anziehen. Zum Handelsschluss der vorherigen Sitzung lag der Kurs bei 116,50 US-Dollar.
Marktanalyse & Details
Analysten-Update und Annahmen hinter dem Kursziel
Der Guggenheim-Ansatz betont mehrere gleichzeitige Wachstumstreiber: eine aus Analystensicht „moat“-artige Backend-Architektur, ein Beitrag aus mehreren Produkten sowie die Positionierung im Bereich agentic observability (u. a. über Bits AI SREs). Besonders wichtig ist dabei die These, dass dieses Ökosystem zur Nettoausweitung beitragen kann, weil Kundenfunktionen breiter genutzt werden statt nur einzelne Use Cases zu ersetzen.
Analysten-Einordnung: Die Hochstufung deutet darauf hin, dass der Markt zwar zuletzt stark auf kurzfristige Risiken rund um große Kunden schaute, Guggenheim jedoch mittelfristig mehr Rückenwind durch neue AI-native Kunden erwartet. Das Kursziel spiegelt damit nicht nur Optimismus auf der Umsatzseite wider, sondern auch die Annahme, dass Datadog die Kundenbasis trotz möglicher Migrationen stabil genug monetarisieren kann.
Offene Risikofrage: Kundenkonzentration und mögliche OpenAI-Migration
Guggenheim nennt explizit ein Konzentrationsrisiko: Der größte Kunde OpenAI plane laut Einschätzung, die Observability-Leistungen (ganz) von Datadog zu verlagern. Gleichzeitig geht das Institut davon aus, dass dieser Schritt länger dauern könnte als ursprünglich erwartet. Genau dieses Timing-Thema ist entscheidend, weil es nach Ansicht der Analysten „graceful failover“-Effekte ermöglicht: Während OpenAI schrittweise abnimmt, sollen zusätzliche Umsätze über andere AI-native Kunden wachsen.
„Graceful failover“-These: Verlagerungsprozesse werden durch neue Nachfrage teilweise kompensiert.
Neue Impulse aus dem AI-Segment: Erwartet werden zusätzliche Beiträge aus mehreren AI-nativen Kunden, darunter ein Deal im „8-figure“-Bereich sowie ein größter neuer Logo-Zuwachs.
Konkreter Ausblick: Wachstumspfad und Margenbild
Für 2026 rechnet Guggenheim mit einem Umsatzwachstum von 27% (Konsens: +20%) sowie einer operativen Marge von 24,5% (Konsens: 21%). Treiber sind dabei unterschiedliche Wachstumsprofile: Core-Wachstum von 24% (unverändert), OpenAI-Wachstum von etwa 16% (zuvor: -20%), sowie ein sehr starkes Wachstum bei anderen AI-nativen Kunden (einschließlich Anthropic) von 220% bzw. rund 160 Mio. US-Dollar zusätzlich pro Jahr.
Guggenheim leitet daraus eine Wachstumsrate von 28% „ex OpenAI“ ab. Für den weiteren Zeithorizont sieht das Institut 2027 zwar noch eine Wachstumsdelle („hole“), aber kleiner als zuvor: 20% Wachstum für 2027 und eine Re-Acceleration auf 25% in 2028.
Einordnung für Anleger: Worauf es jetzt ankommt
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem: Das Bewertungsargument hängt künftig stärker an der Frage, ob Datadog das Wachstum außerhalb von OpenAI tatsächlich beschleunigt und ob die Margen trotz Kundenwechseln stabil bleiben. Entscheidend sind in den kommenden Quartalen insbesondere Hinweise auf:
Umsatzentwicklung mit AI-nativen Kunden (Netto-Expansion, neue Logos, Deal-Größen)
Tempo und Ausmaß der OpenAI-Migration im operativen Verlauf
Marquitalität (Belastungsfaktoren durch Kundenwechsel vs. Skalierungseffekte)
Fazit & Ausblick
Das Upgrade auf „Buy“ und das Kursziel von 175 US-Dollar signalisieren, dass Datadog aus Sicht von Guggenheim mittelfristig wieder stärker als Teil der KI-Wachstumsstory wahrgenommen wird. Gleichzeitig bleibt die wesentliche Prüfgröße die Umsetzung im Kundenportfolio: Gelingt es, den potenziellen OpenAI-Effekt durch neue AI-native Wachstumsquellen zeitlich zu überbrücken, stützt das die Investmentthese.
In den nächsten Quartalsberichten werden Anleger daher besonders auf Fortschritte bei Nettoausweitung, die Dynamik der AI-native Kunden sowie das Management-Update zum Ausblick 2026/2027 achten.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
