Aurubis hebt Gewinnprognose 2025/26 an: Operatives EBT auf 425 bis 525 Mio. Euro

Kurzüberblick
Der Kupfer- und Recyclingkonzern Aurubis erhöht am 8. Mai 2026 vor dem Hintergrund eines verbesserten Marktumfelds erneut seine Gesamtjahresprognose für das Geschäftsjahr 2025/26. Für das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) erwartet das Unternehmen nun einen Zielkorridor von 425 bis 525 Millionen Euro statt zuvor 375 bis 475 Millionen Euro.
Auslöser der Anhebung sind anhaltend hohe Metallpreise, bessere Erlöserwartungen aus der Verarbeitung von Recyclingmaterialien sowie höhere erwartete Erlöse aus der Schwefelsäure-Sparte in der zweiten Jahreshälfte. An der Börse kommt die Nachricht gut an: Die Aurubis-Aktie notiert bei 193,40 Euro und legt am Tag um 1,9 Prozent zu; seit Jahresbeginn liegt die Performance bei 56,98 Prozent.
Marktanalyse & Details
Prognoseanhebung: Operatives EBT steigt deutlich
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 stellt Aurubis damit den Ergebnis-Fokus klar nach oben. Der neue Korridor signalisiert, dass sich die erwarteten Ergebnishebel gegenüber der bisherigen Planung weiter verstärkt haben. Wichtig: Der Markt hatte im Vorfeld bereits in Richtung des unteren bis mittleren Bereichs spekuliert – im Schnitt rechneten Analysten zuvor mit knapp 500 Millionen Euro operativem EBT.
- Anhaltend hohe Metallpreise stützen die Ergebnisbasis im Kerngeschäft
- Verbesserte Erlöserwartungen im Recycling erhöhen die Planbarkeit der Margen
- Höhere Schwefelsäureerlöse sollen besonders in der zweiten Jahreshälfte wirken
Erste Einordnung der Halbjahreszahlen: operativ leicht niedriger, IFRS deutlich höher
Im ersten Halbjahr 2025/26 liegt das operative Konzern-EBT vorläufig bei 226 Millionen Euro nach 229 Millionen Euro im Vorjahr. Damit bleibt das Ergebnis operativ leicht hinter dem Vorjahr, bewegt sich zugleich aber im Rahmen der Kapitalmarkterwartungen.
Auf Ebene des IFRS-Konzern-EBT weist Aurubis für das erste Halbjahr einen Sprung auf 1.068 Millionen Euro nach 552 Millionen Euro im Vorjahr aus. Für Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil es zeigt, dass sich neben dem operativen Geschäft auch Ergebnisbestandteile unter IFRS deutlich günstiger entwickelt haben.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass Aurubis die Ergebnisqualität im laufenden Jahr nicht nur stabilisiert, sondern die Planungsbasis für die zweite Jahreshälfte spürbar verbessert sieht. Dass das operative EBT trotz eines leichten Rückgangs im ersten Halbjahr im Gesamtjahr erneut nach oben korrigiert wird, spricht für eine bessere Erwartung der Ergebnishebel (Metallpreisumfeld, Recycling-Erlöse und Schwefelsäure). Für Anleger bedeutet das: Der Kursanstieg kann zwar bereits viel Optimismus einpreisen, die erneute Anhebung reduziert jedoch das Risiko, dass das Unternehmen zu konservativ geführt hat.
Gleichzeitig bleibt der Blick auf die Risiken entscheidend: Bei Kupfer- und Rohstoffpreisen können Schwankungen die Ergebnishebel jederzeit drehen; zudem sind Recyclingmargen und die Entwicklung in der Schwefelsäure-Nachfrage typischerweise mit Marktvolatilität verbunden. Die Prognoseanhebung ist deshalb ein positives Signal, aber kein Freifahrtschein.
Börsenreaktion: Rückenwind für den MDAX-Wert
Am gleichen Handelstag markiert die Aktie einen weiteren Rekord. Zusätzlich hatte die Aktie zuletzt auch Analystenseitig Unterstützung erfahren: Die Baader Bank stufte Aurubis am 2. Mai auf Buy hoch und verwies dabei insbesondere auf hohe Kupferpreise sowie die starke Nachfrage aus dem Recyclinggeschäft.
Fazit & Ausblick
Mit dem angehobenen Zielkorridor für das operative EBT von 425 bis 525 Millionen Euro macht Aurubis die verbesserten Marktannahmen für das zweite Halbjahr zur Leitplanke der Unternehmenskommunikation. In den kommenden Berichtsphasen dürften insbesondere die Entwicklung der Metallpreiseffekte, die tatsächliche Ausprägung der Recyclingerlöse sowie die Beitragssituation der Schwefelsäure im Mittelpunkt stehen.
Für Anleger bleibt die nächste Quartalsberichterstattung der wichtigste Indikator: Sie zeigt, ob das Unternehmen den höheren Korridor weiter bestätigt oder ob sich die Rahmenbedingungen wieder eintrüben.
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