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2G Energy AG

2G Energy: Neuanlagen-Umsatz steigt 2025 um 11% auf 230 Mio. Euro – Prognose 2026 bleibt 440–490 Mio.

Kurzüberblick

Die 2G Energy AG hat am 25. März 2026 vorläufige Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Demnach stieg der Umsatz im Neuanlagengeschäft deutlich: rund 230 Mio. Euro nach 207,3 Mio. Euro im Vorjahr, das entspricht einem Plus von etwa 11%.

Der Gesamtumsatz des Konzerns wuchs auf ca. 398 Mio. Euro (Vj. 375,6 Mio. Euro, +6%). Gleichzeitig blieb das Servicegeschäft trotz operativer Belastungen durch die ERP-Einführung auf Rekordniveau (ca. 169 Mio. Euro), während das Auslandsgeschäft erstmals in etwa das Inlandsniveau erreichte. Der Vorstand bekräftigt zudem die Umsatzprognose für 2026 in einer Spanne von 440 bis 490 Mio. Euro.

Marktanalyse & Details

Finanzzahlen: Wachstum kommt vor allem aus Neuanlagen

Das Zahlenbild zeigt eine klare Schwerpunktverschiebung zugunsten neuer Projekte: Die Erlöse aus Neuanlagen lagen bei etwa 230 Mio. Euro und wuchsen zweistellig. Das Servicegeschäft blieb mit rund 169 Mio. Euro nahezu stabil auf Vorjahresrekordniveau.

  • Neuanlagen: ca. 230 Mio. Euro (Vj. 207,3 Mio. Euro, +11%)
  • Service: ca. 169 Mio. Euro (Vj. 168,3 Mio. Euro)
  • Gesamtumsatz 2025: ca. 398 Mio. Euro (Vj. 375,6 Mio. Euro, +6%)

Für Anleger ist entscheidend, dass das Wachstum beim Auftragseffekt und bei der Umsatzrealisierung offenbar stärker im Neuanlagensegment verankert ist, während wiederkehrende Serviceerlöse die Entwicklung stabilisieren.

Operative Effekte: ERP-Einführung belastet, Stabilisierung gelingt

2G ordnet die ERP-Umstellung als Ursache für Friktionen insbesondere im Servicesegment ein. Trotz dieser Belastungen konnte das Unternehmen den Umsatz im Servicebereich nahe am Rekordniveau halten.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Projekt- und Kundenprozesse im Servicebereich trotz Systemumstellung robust genug gesteuert werden konnten, um Umsatzabflüsse zu vermeiden. Gleichzeitig kann das die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Organisation nach Abschluss der ERP-Umstellung wieder in Richtung normaler Dynamik zurückkehrt. Für die Bewertung bedeutet das: Die kurzfristige operative Unruhe wirkt begrenzt, während die mittel- bis langfristige Ertragsqualität über den Service tragen kann.

Geografische Balance: Ausland holt auf

Beim Verhältnis von Auslands- und Inlandsumsatz setzt sich die Internationalisierungsstrategie fort: Im vergangenen Jahr lagen die Auslandsumsätze (Neuanlagen plus Service) erstmals praktisch gleichauf mit dem Inland.

  • Ausland gesamt: ca. 198 Mio. Euro (Vj. 166,6 Mio. Euro, +19%)
  • Inland gesamt: ca. 200 Mio. Euro

Für Anleger bedeutet das: Die Abhängigkeit von einer einzelnen Region dürfte sinken, während das Wachstumstempo im Ausland besonders hoch ausfällt. Das kann die Resilienz gegenüber regionalen Projektzyklen erhöhen.

Strategie & Nachfragetreiber: Rechenzentren in den USA, Gas-Reserve in Deutschland

Als zentrale Nachfragethemen nennt 2G die anhaltend hohe Nachfrage nach dezentralen Gasmotorenkraftwerken zur Energieversorgung von Rechenzentren. Das Unternehmen ist in zahlreichen Projekten aktiv und erwartet, dass mehrere Vorhaben in Kürze konkretisiert und kommuniziert werden; im Verlauf des zweiten Quartals rechnet 2G zudem mit signifikanten Anzahlungen der Kunden.

Ergänzend plant 2G Gas-Reservekraftwerke in Deutschland mit großen Versorgungsunternehmen. Genannt werden dabei die Erfahrung mit erdgas- und bis zu 100% wasserstoffbetriebenen Kraftwerken sowie Faktoren wie Verfügbarkeit, Lieferzeit und im Einzelfall die Gesamtwirkungsgrad-Argumentation. Erste Beauftragungen sollen ab dem kommenden Geschäftsjahr einsetzen, erste Inbetriebnahmen werden ab dem kommenden finanziellen Jahr erwartet.

Ausblick 2026: Vorstand bestätigt Umsatz-Spanne trotz ERP-bedinger Verzögerungen

2G hält an der Prognose für 2026 fest: 440 bis 490 Mio. Euro Umsatz. Der Vorstand erwartet außerdem, dass in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Auslieferung und Fakturierung der ersten Anlagen zur Versorgung von US-Rechenzentren beginnt. Parallel soll die Auslieferung und Fakturierung von Biogas-CHP in Deutschland im Jahresverlauf deutlich zulegen.

Beim Servicegeschäft in Deutschland erwartet das Unternehmen nach Einführung des neuen ERP-Systems und aufgrund der weiter steigenden Zahl installierter Anlagen eine Rückkehr auf den früheren Wachstumskurs. Zusätzlich sollen behutsame M&A-Aktivitäten im Servicesektor das Wachstum untermauern.

Fazit & Ausblick

Die vorläufigen Zahlen stützen die These, dass 2G im Jahr 2025 sowohl bei der Umsatzentstehung in Neuprojekten als auch beim Ertragsanker Service liefern konnte. Entscheidend wird nun, ob die angekündigten Projektfortschritte bei den Rechenzentren in den USA und den Gas-Reservekraftwerken in Deutschland wie geplant in Auslieferungen und Fakturierungen übergehen.

Nächste wichtige Termine: 21. Mai 2026 Veröffentlichung der vorläufigen Konzernzahlen für 2025. Zudem liegen im Kalender 2026 u. a. Termine für Q1-Umsatz und EBIT (Mai/Juni), die Veröffentlichung des Konzernjahresabschlusses 2026 am 17. Juni sowie die Veröffentlichung des Halbjahresberichts 2026 am 29. September. Durch die ERP-Umstellung weist 2G außerdem auf potenzielle zeitliche Verschiebungen bei Berichtsveröffentlichungen hin.