Blogartikelbild Vonovia: Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme von Deutsche Wohnen

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Vonovia: Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme von Deutsche Wohnen

Der deutsche Wohnungskonzern hatte vergangenen Oktober in einem dritten Anlauf den Deal zur Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen in trockene Tücher gebracht. Nun will Vonovia über eine Kapitalerhöhung rund acht Milliarden Euro einsammeln, um die Übernahme der Konkurrentin Deutsche Wohnen zu finanzieren.

Sieben neue Aktien für 20 bestehende Aktien

Realisiert wird dies über eine Bezugsrechtskapitalerhöhung, die bereits im Mai angekündigt wurde. Somit werden 20 bestehende Aktien über mittelbare Bezugsrechte zum Bezug von 7 neuen Aktien für einen Bezugspreis von je 40 Euro berechtigen. Die Zeichnungsfrist für die Papiere wird nach Informationen des Unternehmens voraussichtlich am 24. November beginnen und endet am 7. Dezember. Der Kurs der Vonovia-Aktie wird sich entsprechend der Bezugsrechte verringern (1 Bezugsrecht wird schätzungsweise für 4,00 EUR gehandelt werden). 

Was muss man tun?

Die Bezugsrechte werden euch vom Broker eingebucht, ihr könnt diese dann ausüben (und damit neue Aktien beziehen, ihr gebt dem Unternehmen damit neues Geld) oder während der Handelszeit die Bezugsrechte verkaufen. Wenn ihr gar nichts macht verkauft der Broker die Bezugsrechte im Normalfall zum letzten Kurs. Da das teilweise sehr viele Bezugsrechte sind kann der Kurs auch deutlich tiefer sein als die Kurse im normalen Handel.

Vonovia nimmt durch die Kapitalerhöhung rund acht Milliarden Euro ein, um einen Teil der Summe für den Kauf des Konkurrenten Deutsche Wohnen zu finanzieren. Laut Vonovia-Finanzchefin Helene von Roeder wird damit der Prozess des Zusammenschlusses abgeschlossen. Um die Finanzierung zu realisieren, hatte sich Vonovia eine Brückenfinanzierung über 20 Milliarden Euro gesichert. Zur Refinanzierung sollen neben der Kapitalerhöhung auch Wohnungen verkauft werden. Bisher verkaufte der Immobilienkonzern insbesondere in Berlin knapp 15.000 Wohnungen für rund 2,46 Milliarden Euro an die öffentliche Hand.

Durch die Übernahme entsteht in Deutschland der mit Abstand größte private Wohnungskonzern Europas.

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