Blogartikelbild HELLOFRESH – 40%-Crash nach Zahlen – Kommt ein neues Allzeittief?
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HELLOFRESH – 40%-Crash nach Zahlen – Kommt ein neues Allzeittief?

Aktienverlinkung: DE000A161408

Das Drama nahm gestern Abend seinen Lauf, als Hellofresh die Ergebnisse für das letzte Quartal veröffentlichte und klar wurde, dass insbesondere die Prognose für die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2024 deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurückbleibt.

Die Folge war ein nachbörslicher Abverkauf auf Kurse um 10,00 EUR, der heute zu Handelsbeginn mit unverminderter Härte fortgesetzt wird: Die Aktie des Kochbox-Versandhändlers kollabierte in der Spitze bis 6,13 EUR und verlor damit fast 50 % ihres Börsenwertes.

Abwärtsrisiken weiter enorm hoch

Damit setzt sich die negative Tendenz seit dem Scheitern an der Hürde bei 13,83 EUR nicht nur fort, sondern nimmt eine völlig neue Dimension an. Die anvisierten Kursziele der Chartanalyse vom gestrigen Tag bei 9,40 und 8,13 EUR sind damit zu starken Widerstandsmarken geworden. Gleichzeitig dürfte die Aktie weiter in Richtung des Allzeittiefs bei 5,82 EUR aus dem Januar 2019 zurückfallen.

Und selbst dort könnte das Ende des Crashs noch nicht erreicht sein: Auf Basis der Fibonacci-Analyse des langfristigen Abwärtstrends und der bärischen Entwicklung seit Herbst 2023 ergeben sich weitere Abwärtsziele bei 4,20 und 3,30 EUR. Wer also mit dem Gedanken spielt, im Bereich des Allzeittiefs “günstig” auf eine Erholung spekulieren zu können, könnte sich bald getäuscht sehen.

Die Hoffnung der Anleger auf eine Erholung ist verständlich. Dennoch wäre erst bei einem Wiederanstieg über das Abwärtsziel bei 7,49 EUR mit einem zaghaften Anstieg zu rechnen. Und auch in diesem Fall könnten die langfristigen früheren Tiefs bei 8,13 und 9,40 EUR für Verkäufe genutzt werden, die Erholung stoppen und so zum Ausgangspunkt weiterer brachialer Verkaufswellen werden.

Letztlich wäre erst bei Kursen oberhalb von 9,75 EUR wieder mit einer kurzfristigen Stabilisierung und einem Anstieg bis 10,91 und 11,33 EUR zu rechnen. Für diejenigen, die an einer weiteren Abwärtsbewegung interessiert sind, könnte der Open End-Turbo-Optionsschein der HSBC (WKN: HS5B70, Hebel 1,92) eine Möglichkeit sein, um nach unten zu profitieren.

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HelloFresh-Aktie Chartanalyse (Tageschart)

(© stock3 2024 – Autor: Thomas May, Experte für Fibonacci-Analyse)

Siehe auch: Pfizer mit starker Reaktion – Turnaround in Sicht?

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist im besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert. Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der Goldesel Trading & Investing GmbH in einer Geschäftsbeziehung stehen. Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.

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