
Guggenheim-Analyst: Über 50 % Kurspotenzial bei dieser Datenanalyse-Aktie!
Teradata, ein führendes Unternehmen in der Datenanalyse, übertraf die Erwartungen für das vierte Quartal und gab einen vielversprechenden Ausblick bekannt. Obwohl gewisse Bedenken bestehen, prognostiziert Guggenheim-Analyst Howard Ma ein Aufwärtspotenzial von mehr als 50 % für die Aktie des kalifornischen Softwarehauses. Doch welche Bedenken sind gemeint? Und worin liegen die Chancen für das erwartete Kurspotenzial? Mehr dazu in diesem Beitrag.
Das vierte Quartal 2022
Teradata hatte am 13. Februar 2023 die Geschäftszahlen für das vierte Quartal veröffentlicht. Dabei betrug der Gewinn pro Aktie 0,35 USD und übertraf damit die Wall-Street-Schätzungen um 0,05 USD. Der Umsatz lag bei 452 Millionen USD, was einem Rückgang von 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wobei jedoch die Analystenschätzungen um 16,37 Millionen USD übertroffen wurden.
Das Unternehmen konnte seinen Public Cloud Annual Recurring Revenue (ARR) von 202 Millionen USD auf 357 Millionen USD steigern, was einem Anstieg von 77 % (wie berichtet) und währungsbereinigt 81 % entspricht. Im Gegensatz dazu sanken die gesamten ARR leicht von 1,492 Milliarden USD auf 1,482 Milliarden USD, was einem Rückgang von 1 % entspricht.
Die wiederkehrenden Umsätze beliefen sich auf 357 Millionen USD, verglichen mit 364 Millionen USD im Vorjahresquartal bedeutet das einen Rückgang um 2 % und einem Anstieg um 3 % bei konstanten Wechselkursen. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze am Gesamtumsatz erreichte im vierten Quartal 79 %, im Vorjahresraum waren es 77 %. Die Bruttomarge lag bei 59,5 % gegenüber 63,2 % im Vorjahresquartal.
Der operative Cashflow betrug 129 Millionen USD, was eine Verbesserung gegenüber den 95 Millionen USD im Vorjahresquartal darstellt. Der Free Cashflow lag bei 120 Millionen USD (Vorjahresquartal: 85 Millionen USD).
Ausblick auf das erste Quartal und Gesamtjahr
Teradata hat für das Jahr 2023 einen optimistischen Ausblick bekanntgegeben. Demnach sollen die Annual Recurring Revenues (ARR) für Public Clouds im Jahresvergleich voraussichtlich um 53 % bis 57 % ansteigen. Die gesamten ARR werden ebenso im Jahresvergleich um 6 % bis 8 % zulegen. Die wiederkehrenden Umsätze sollen im Vergleich zum Vorjahr um 4 % bis 7 % steigen.
In Bezug auf den Gesamtumsatz erwartet Teradata für 2023 ein Wachstum in einer Spanne von 1 % bis 4 % im Jahresvergleich. Der Gewinn pro Aktie wird voraussichtlich zwischen 1,90 USD und 2,06 USD liegen, was über dem Konsens von 1,84 USD liegt. Der operative Cashflow soll sich zwischen 345 Millionen USD und 385 Millionen USD bewegen und es wird außerdem ein Free Cashflow in einer Spanne von 320 bis 360 Millionen USD erwartet.
Für das erste Quartal 2023 prognostiziert Teradata einen Gewinn pro Aktie in einer Spanne von 0,60 USD bis 0,64 USD, der Konsens beläuft sich auf 0,58 USD. Weitere Informationen zum Ausblick auf das erste Quartal 2023 wurden nicht bekanntgegeben. Teradata plant, den Bericht für das erste Quartal am 4. Mai zu veröffentlichen.
Kundenbindung als wichtiger Faktor für weiteres Wachstum
Der Guggenheim-Analyst Howard Ma hat seine Einstufung für Teradata von “neutral” auf “buy” angehoben und ein Kursziel von 62 USD pro Aktie festgesetzt. Dieses Kursziel entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 50 % im Vergleich zum aktuellen Kurs von 40,62 USD.
Teradata hat seinen Fokus auf Beratung, Cloud-Services und Analytik für Unternehmen gelegt. Analyst Howard Ma ist der Ansicht, dass Teradata in der Lage sein wird, die Erwartungen bezüglich der Kundenbindung zu übertreffen und außerdem den Umsatz im Cloud-Sektor zu steigern.
Ma erläutert, dass die Arbeitslasten, die von Teradata abgewandert sind oder wahrscheinlich abwandern werden, im Allgemeinen weniger rechenintensiv und daher preisgünstiger sind. Jedoch werden die komplexen Arbeitslasten, die mit der Kerngeschäftslogik verbunden sind, voraussichtlich kurz- und mittelfristig bei Teradata verbleiben. Dies führt dazu, dass die Abnahmerate der installierten Basis von Teradata in der Zukunft wahrscheinlich langsamer sein wird.
Obwohl es Bedenken gibt, dass die Teradata-Kunden letztendlich zu dem Cloud-Computing-Unternehmen Snowflake wechseln könnten, gibt Ma zu bedenken: Kunden, die sich zu einem Wechsel verpflichtet haben, hätten keine Garantie für den Wechsel. Die Kundenbindung bleibt somit ein wichtiger Faktor für Teradata, um seine Marktposition zu stärken und weiteres Wachstum zu erzielen.
“Basierend auf unseren Partnerprüfungen glauben wir, dass Zusagen sich nicht immer in tatsächlichen Migrationen manifestieren, und es scheint, dass viele Teradata-Kunden letztendlich einfach an Ort und Stelle bleiben könnten.”
Guggenheim-Analyst Howard Ma
Nach Angaben von Tipranks.com beobachten derzeit neun Analysten die Aktie von Teradata. Unter ihnen empfehlen sechs den Kauf, zwei raten zum Halten, und ein Analyst spricht eine Verkaufsempfehlung aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 50 USD, wobei die optimistischste Prognose ein Kursziel von 72 USD vorsieht und die zurückhaltendste Schätzung bei 37 USD liegt.
Technische Analyse

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Teradata-Aktie einen Rückgang von über 20 %, konnte jedoch im bisherigen Jahresverlauf bereits um 21 % zulegen. Derzeit bewegt sich der Aktienkurs nahe der Widerstandslinie bei etwa 42 USD – ein Niveau, das nachhaltig überwunden werden muss, um die Aufwärtsbewegung fortzusetzen. Sodann rückt die Widerstandszone zwischen 44 USD und 46 USD ins Visier. Sollte die Aktie hingegen zunächst eine Korrektur erfahren, bieten die 50-Tage-Linie und die Unterstützungszone zwischen 39,30 USD und 38 USD Halt. Darunter fungieren die 200-Tage-Linie sowie die Unterstützungszone zwischen 34 USD und 32 USD als weitere Stütze.
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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.
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