Blogartikelbild C3.AI – Shortattacke auf fundamental zweifelhafte KI-Aktie
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C3.AI – Shortattacke auf fundamental zweifelhafte KI-Aktie

Dass sich meine persönliche Begeisterung aus fundamentaler Sicht für die Aktie von C3.ai in engen Grenzen hält habe ich bereits in früheren Beiträgen zum Ausdruck gebracht.

Aktienverlinkung: US12468P1049

Dennoch habe ich die Zocker und Glücksritter durchaus ermutigt, das Spielchen im Zuge des AI-Hypes mitzuspielen. Angesichts fehlender Alternativen und des einschlägigen Börsenkürzels ist C3.ai das gefundene Fressen für Trader aller Couleur.

Das sind die Hauptvorwürfe von Kerrisdale

Ich zitiere hier den Original-Report.

  • Das äußerst auffällige Wachstum von unberechneten Forderungen in einer Höhe, die wir bei Softwareunternehmen noch nie zuvor gesehen haben
  • Undurchsichtige, verwirrende und äußerst besorgniserregende Angaben und Finanzdaten in Bezug auf die verbundene Partei und den sehr großen Kunden Baker Hughes
  • Bemühungen, die Bruttogewinnmargen durch Umklassifizierung von Umsatzkosten als Forschungs- und Entwicklungskosten aufzublähen
  • Einstufung von erheblichen Umsätzen als Abonnementumsatz, der tatsächlich auf Service- oder Beratungsumsätze ausgerichtet ist
  • Erheblicher Personalwechsel bei den Finanzvorständen und die Ernennung von im Laufe der Zeit immer weniger qualifizierten CFOs

In einem Brief an die Wirtschaftsprüfer von Deloitte & Touche behauptete Sahm Adrangi, Chief Investment Officer von Kerrisdale, dass C3.ai „hochaggressive Buchführung“ einsetze, um seine Finanzergebnisse aufzublähen. Deloitte hat bisher keinen Kommentar abgegeben.

Kerrisdale wies insbesondere auf das starke Wachstum der umgerechneten Forderungen und der ausstehenden Verkaufstage hin. Adrangi warf C3.ai vor, in den letzten vier Quartalen 80 Millionen US-Dollar an Forderungen von Baker Hughes, einem bedeutenden Kunden, verbucht zu haben, ohne Rechnungen zu versenden. Er behauptete, die Beziehung zwischen C3.ai und Baker Hughes werfe „Buchführungsbedenken“ auf.

Quelle: stock3.com

C3.ai wies die Vorwürfe von Kerrisdale zurück und erklärte, dass der Brief „ein grundlegendes Missverständnis der US-GAAP-Buchhaltungspraktiken und -grundsätze“ zeige.

Fazit: Man steckt nicht im Detail drin, schon gar nicht als Privatanleger. C3.ai ist ein dankbares Opfer aufgrund der hohen Bewertung und schlechter Zahlen. Anleger müssen sich auf eine weiter hohe Volatilität gefasst machen. Die Aktie ist nur etwas für Zocker. Ohne Frage ist C3.ai ein interessantes Tradingvehikel, was auch künftig im Zuge des AI-Hypes gespielt werden wird.

Hier geht es zu all meinen Beiträgen auf stock3.com

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