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Dominik Maier

13.06.2021 14:04

ARK Invest Report – Big Ideas 10/15

In der letzten Ausgabe der Big Ideas Reihe sind wir auf das Thema „Autonomous Ride-Hailing“ eingegangen und haben uns die Technologie des autonomen Fahrens genau angesehen. Die Kosten pro Meile sollen von 0,70 USD auf 0,25 USD sinken, sobald das autonome Ride-Hailing skaliert wird.  

Heute geht es um das Thema „Drone Delivery“. Drohnen sollen die Kosten für den Transport von Gütern und Personen drastisch senken. ARK geht davon aus, dass Drohnen-Bereitstellungsplattformen bis 2030 rund 275 Milliarden USD an Liefereinnahmen, 50 Milliarden USD an Hardwareverkäufen und 12 Milliarden USD an Mapping-Umsätzen generieren werden.  

Autonomer Flugverkehr ist möglich und erschwinglich geworden 

Die Batterietechnologie verbessert sich so gut, sodass die Energiereserven des Fluges den Vorschriften entsprechen und Flugtaxis und Ambulanzflugzeuge sicher in die Lüfte fliegen können. Darüber hinaus haben Verbesserungen des maschinellen Lernens autonomes Fliegen ermöglicht und die Kosten drastisch gesenkt.

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Während man bis ins Jahr 2015 noch keine Drohnen zum sicheren Flug der Fahrgäste verwendet hatte, hat sich die Batterie in den letzten 5 Jahren drastisch verbessert und so sollen sie in den kommenden Jahren Strecken von bis zu 25 Meilen (ca. 40 km) fliegen können.  

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Derzeit kosten Flüge, welche aus der Ferne gesteuert werden 7,80 USD pro Meile, während das autonome Fliegen gerade einmal 0,25 USD pro Meile kosten würde. Man sollte jedoch beachten, dass dies der Preis ist, welcher erst erreicht wird, wenn die Technologie den Maßstab erreicht und ausreichend skaliert ist. ARK schätzt, dass Drohnen-Lieferdienste in den nächsten 5-10 Jahren kommerzialisiert werden und dies zusätzlich von behördlichen Genehmigungen abhängt. 

Drohnen ermöglichen Kosteneinsparungen und Komfort 

In den letzten 2 Jahren hat die Federal Aviation Authority (FAA) die kommerzielle Drohnenindustrie angekurbelt, indem sie Unternehmen erlaubt haben, Drohnen außerhalb der Sichtlinie zu betreiben und in einigen Fällen Drohnen-Fluggesellschaften zu betreiben.

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Auf der Grafik erkennen wir die Drohnenlieferungskosten im Vergleich zu den heutigen Kosten der Konkurrenz. Arzneilieferungen, Brückeninspektionen oder auch Paketlieferungen sind kostengünstiger und schneller, wenn man für die Aufgabe eine Drohne verwendeten würde.  

Florida baut währenddessen den ersten US-Vertiport (ein Flughafen für vertikal startende und landende Flugzeuge) für Passagierdrohnen, der 2025 in Betrieb gehen soll. 

Drohnen im E-Commerce  

Drohnen könnten bis 2030 einen erheblichen Anteil der E-Commerce-Sendungen liefern. COVID-19 beschleunigte zusätzlich E-Commerce-Experimente und -Einführungen mit kontaktlosen Drohnenlieferungen. ARK schätzt, dass Drohnen in den nächsten 5 Jahren mehr als 20 % der Paketsendungen ausliefern werden. Außerdem sollen sich die Umsätze durch Drohnenlieferungen von 15 Milliarden USD im Jahr 2025 auf 115 Milliarden USD verzehnfachen. 

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Amazon setzt bereits auf Drohnenlieferungen, diese sollen unter dem Namen „Prime Air“ bekannt gemacht werden. Der E-Commerce-Gigant möchte in Zukunft mit externen Spezialisten zusammenarbeiten, um der Vorreiter in der Paketzustellung der Zukunft zu werden. Neben einigen US-amerikanischen Partnern sollen auch europäische Spezialisten zum auserwählten Kreis gehören, darunter FACC Aerospace, ein führendes österreichisches Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von Systemen für die Luftfahrtindustrie. Ebenfalls dabei sei das spanische Luftfahrt-Unternehmen Aernnova. Zudem sind noch weitere Partnerschaften geplant, um sich breiter aufzustellen und Prime Air Lieferungen zu realisieren.  

Eine der Herausforderungen sind zu große und schwere Lieferungen, die für Drohnen derzeit nicht händelbar sind. Amazon hatte im Juni 2020 eine Lieferdrohne vorgestellt, die 24 Kilometer weit fliegen und bis zu 2,3 Kilogramm schwere Pakete innerhalb von 30 Minuten zustellen kann.  

Ein weiterer Anbieter wäre die Alphabet-Tochter Wings, welche wie Amazon eine Berechtigung von der Flugaufsicht FAA erhalten hatte, um Lieferungen mit Drohnen auszuführen. Wing schickte seine ersten Drohnen im vergangenen Jahr in Christiansburg in die Luft, um kleine Pakete, rezeptfreie Medikamente und Süßigkeiten von Handelspartnern zu verschicken. Hierbei muss der Paketempfänger dem Drohnentransport zustimmen und einen Lieferort auf dem Grundstück festlegen, zeitgleich lässt sich die Lieferung per App in Echtzeit tracken. Ein Seil wird bei der Ankunft von der Drohne am festgelegten Lieferort heruntergelassen und die Lieferung landet langsam am Lieferort des Kunden.  

2019 startete DHL in China einen Lieferservice mit den neuesten Falcon-Drohnen von Ehang. Ein weiteres Unternehmen namens Ele Me liefert dort bereits Lebensmittel per Drohne in einem Industriepark aus, welcher insgesamt 57 Quadratkilometer umfasst. 

Drohnen in der Lebensmittellieferung 

Drohnen sollten die Umstellung auf die Lebensmittelbelieferung beschleunigen. Der Online-Verkauf von Essenslieferungen stieg im Jahr 2020 weltweit um mehr als 40 %. Laut ARK‘s Untersuchungen wird die Drohnenlieferung fast die Hälfte der 40 % der außerhalb zubereiteten und nach Hause gelieferten Speisen bis ins Jahr 2030 ausmachen.

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Die Umsätze der globalen Essenslieferungen sollen somit von 18 Milliarden USD im Jahr 2025 auf 116 Milliarden USD steigen. 

Marktchance 

Obwohl Drohnenlieferungen noch nicht kommerzialisiert sind, schätzt ARK, dass Plattformen zur Bereitstellung von Drohnen bis 2025 fast 50 Milliarden USD Umsatz, 14 Milliarden USD Hardware-Verkäufe und 3 Milliarden USD Mapping-Umsatz generieren werden. Bis 2030 könnten sich die Drohnen-Bereitstellungsplattformen noch einmal vervierfachen und einen Umsatz von 275 Milliarden USD generieren. 

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Quellen:

¹ Bildquelle: https://research.ark-invest.com/hubfs/1_Download_Files_ARK-Invest/White_Papers/ARK–Invest_BigIdeas_2021.pdf

basicthinking.de/blog/2020/11/30/amazon-drohnen-lieferung-paketzustellung/

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